Hundefrisbee?


Hundefrisbee, auch Disc-Dogging oder Dogfrisbee genannt, kommt wie viele andere Hundesportarten aus Amerika, wo es bereits seit mehr als 30 Jahren gespielt wird. In Europa wird der Sport erst seit 1997 intensiv betrieben und findet seither auch in der Schweiz immer mehr Anhänger.

Das Grundprinzip ist einfach. Der Mensch wirft eine Frisbeescheibe, die der Hund fängt. Ein simples Jagdspiel also bei dem der Hund seinen Beutetrieb voll ausleben kann und geistig wie körperlich gefordert wird.

Angefangen beim „einfachen“ Werfen der Scheiben bis hin zu verschiedenen Tricks und unterschiedlichen Wurfvariationen sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Es können mehrere Scheiben genutzt und die Würfe und Tricks aneinander gereiht werden, was sowohl vom Spieler als auch vom Hund Konzentration, Koordination und eine gute Kommunikation erfordert. Hundefrisbee ist somit eine Teamsportart bei der das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund im Vordergrund steht.

Ein paar Worte zur Gesundheit

Richtig ausgeübt ist Frisbee nicht schädlich für den Hund. Es gilt allerdings einige wichtige Regeln zu beachten, bevor man mit dem Frisbeespielen beginnen kann.

Bei jungen Hunden ist darauf zu achten, dass Sprünge erst ins Training eingebaut werden, wenn der Hund ausgewachsen ist. Die Höhe der Sprünge sollte ausserdem immer den physischen Voraussetzungen des Hundes angepasst werden.

Vor jedem Frisbee Training muss der Hund gut aufgewärmt werden. Dazu eignet sich z.B. ein Spaziergang oder gezielte Aufwärmübungen für Hund und Spieler.

Das Spielfeld darf nicht zu hart sein und frei von Unebenheiten, Scherben, oder Hindernissen an denen sich der Hund verletzen könnte.

Hundefrisbee ist ein Sport, den man nicht ohne Vorkenntnisse betreiben sollte. Der Hund fängt nur gut und sicher, wenn der Mensch richtig wirft. Die optimale Wurftechnik ist Grundlage für diesen Sport. Der Spieler muss also zuerst lernen, die Scheibe gezielt zu werfen, damit der Hund keine Verletzungen davonträgt.

Scheibenkunde

Herkömmliche Frisbees aus dem Supermarkt sind für Hunde ungeeignet. Sie sind zu hart und zu schwer und ausserdem nicht bissfest. Sind die Frisbees erst einmal verbissen, können sich die Hunde leicht an den Kanten verletzen. Es ist deshalb wichtig, mit speziellen Hundefrisbees zu spielen. Diese sind weicher und leichter als normale Scheiben, haben einen breiteren Rand und sind bissfest. Hundefrisbees gibt es in unterschiedlichen Grössen, Farben und Design. Auch das Gewicht und die Bissfestigkeit unterscheidet sich je nach Hersteller und Verwendung der Scheiben. Es sind aber alle Hundefrisbees so gefertigt, dass sie nicht splittern können um das Verletzungsrisiko für die Hunde auf ein Minimum zu reduzieren.

Der Hundefrisbee-Sport

Der Turniersport besteht in Europa in der Regel aus den zwei Disziplinen Freestyle und Minidistance (Toss & Fetch).

Beim Freestyle zeigt das Team eine Kür von 120 Sekunden zu einer frei wählbaren Musik. Bewertet wird dabei der Hund (Beutetrieb, Athletik, usw.) und der Spieler (Wurfvielfalt, Präsentation, usw.) aber auch die Choreographie und das Zusammenspiel zwischen Hund und Mensch sowie die Catchratio (Fangquote) fliessen in die Bewertung ein.

Bei Minidistance ist das Ziel, innerhalb einer vorgegebenen Zeit (je nach Reglement 60 oder 90 Sekunden) so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Dabei wird die Scheibe von einer Startlinie aus geworfen, wobei der Hund die Scheibe in der Luft fangen und zur Startlinie zurückbringen muss. Je weiter der Wurf, desto mehr Punkte werden vergeben. Zusätzliche Punkte bekommt der Hund ausserdem, wenn er beim Fangen der Frisbeescheibe mit allen 4 Pfoten in der Luft ist.

Je nach Veranstaltung werden noch weitere Disziplinen angeboten wie z.B. Longdistance (Quadruped) oder Dog Dartbee

Beim Long Distance treten vier Teams gegeneinander an. Jeder Teilnehmer hat drei Würfe. Eine Runde weiter kommen die Teams, die am weitesten geworfen haben. Das Team mit der geringsten Wurfweite scheidet aus.


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